"Singener Kapitell" von Markus Daum (1959)
Mit dem „Singener Kapitell“ (2010) von Markus Daum bereichert eine imposante, 8,70 Meter hohe Großplastik den öffentlichen Raum vor der Stadthalle Singen. Die zweiteilige Arbeit aus Beton- und Eisenguss wiegt rund 24 Tonnen und steht auf der Gartenseite der Stadthalle auf der Treppenterrasse. Gestiftet wurde das Kunstwerk von der Sparkasse Singen-Radolfzell zum 125-jährigen Jubiläum der Gründung der Sparkasse.
Die expressive, organisch aus dem Material heraus gearbeitete Skulptur stellt den menschlichen Kopf dar, der sich je nach Perspektive öffnet oder schließt und symbolisch für die Existenz des Menschen steht. Durch die Konzeption in unmittelbarer Verbindung mit der kubisch konstruierten Stadthalle und dem historischen Stadtgarten wird der Stadtraum auf einzigartige Weise in Szene gesetzt. Die Skulptur veranschaulicht, dass figurative Plastik in der zeitgenössischen Kunst ein kraftvolles Mittel zur Gestaltung des öffentlichen Raums ist und existenzielle Fragen aufwerfen kann.
Markus Daum, der in Berlin und Radolfzell-Böhringen tätig ist, zählt zu den renommierten Bildhauern Deutschlands. Seine Arbeiten finden sich in Museen und öffentlichen Räumen im In- und Ausland, u. a. am Reichstagsgebäude Berlin und in der Richard Drautz-Stiftung Heilbronn. Das „Singener Kapitell“ setzt die Tradition figurativer Plastik fort und verbindet sie mit zeitgenössischer, urbaner Gestaltung – ein Kunstwerk, das Besucher*innen zum Entdecken, Staunen und Nachdenken einlädt.
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Hohgarten 4
78224 Singen (Hohentwiel)